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  • #2256
    imported_mirc
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    Die Citydowns der futuristischen Megastädte in RiftRoamers sind stadtgebiete im Schatten der Arkologien und Hochhausblöcke die große Teile des Stadtgebietes einnehmen. Sie bilden die Slums der Städte. AUf der alten Webseite http://newsydney.net gab es einmal eine Stadtteileübersicht zu New Sydney. Daraus stammt der folgende Text:

    Slums

    Ein verwirrendes Netz aus Rohrleitungen, Kabeln, Hochstraßen und Maglev-Trassen zieht sich in den Tälen zwischen den Hochhausgebirgen dahin und spannt ein Netz aus städtischen Fernwärme-, Energie-, Frisch- und Abwasserleitungen, aus Versorgungsstaßen und Schnellbahntrassen, aus Fußgängerbrücken und Rollbändern auf.

    Zwischen den Strängen aus Metall und Beton liegen eingebettet Industrieviertel und Slums, deren baufällige Wohnanlagen einer veilzahl von Menschen als Heimant dienen. Einfachen Leuten und subversiven Elementen gleichermaßen.

    Aus den oberen Stockwerken der Hochhäuser sind diese Slums oft nicht wahrnehmbar, gelegen auf der Straßenabgewanten Seide der Gebäudemoloche, gut getarnt von diesem Netz aus Pipelines und Parkdächern gleich einem Verschlußgitter über einem Burgverließ oder Gefängnisgittern, eröffnet sich darunter eine unglaublich vielseitige Subkultur.

    Die Atmosphäre hier unten reicht von geschäftig chaotisch bis bedrückend und beängsitgend. Aus den teilweise undichten Pipelines tropft unablässig Wasser oder sonstige undefinierbare Substanzen die auf der Straße Pfützen bilden. Teilweise „regnet“ es unablässig herunter und ganze Straßenzüge sind überschwemmt von knietiefen Wasserlachen. Überall steigt Dampf auf oder befinden sich Nebelbänke, das unwirkliche Lich Flackernder Neonreklame und das Summen von Starkstromleitungen vemischt sich mit den Abgasen vorsintflutlicher Verbrennungsmaschinen und Abgasturbinen, den Gerüchen von Suppenküchen und einfachen Restaurants, der Geruch von Frittenfett, Grillfleisch und Bratfisch. Die Geräusche von Musikanlagen der Bazare und Geschäfte, von Markschreiern, Hupen und Fahrradklingeln, die Rufe von Menschen mal ärgerlich mal freundlich, der Tumult auf den Straßen und das Rauschen der Stimmen als Hintergrundkulisse. Darüber das Pfeifende Rauschen von Gravzügen die über den Dächern auf ihren Trassen mit hunderten von Stundenkilometern vorbeidonnern, Gravfahrzeuge in großer Höhe, schwebende Polizeidronen knapp über den Köpfen und dazu das Knistern elektrischer Entladungen.

    Hier in den Citydowns findet man jegliches illegale Business, von Roboterwerkstätten die einem illegale Kampfroboter aus Armeebeständen verticken, Drogenhandel und Waffenverkäufen bis hin zu Menschenhandel, Prostitution und illegalen Cyberkliniken. Hier bekommt man alles, oft zu günstigsten Preisen und aus fragwürdigsten Quellen. Die Bodyshops bieten nicht etwa naturbelassene Parfume und Hygieneartikel sondern konservierte Körperteile die als Ersatzteile tauglich sind, ohne Garantie natürlich.

    Chop-Shops zerlegen Fahrzeuge aller Art in unauffällige Einzelteile die sie dann verticken. Natürlich bekommt man für ein Fahrzeug nur einen Bruchteil des Wertes vom Betreiber des Shops, schließlich trägt der ja das Risiko und Fragen werden auch nicht gestellt.

    Hackeroasen bieten Highspeed Netzzugänge die nur schwer zurück zu verfolgen sind, sie sind Wissenspool und soziale Begegnungsstätte gleichermaßen. Zwar gehen die Gerüchte um das die großen des Netzes sich in dem einen oder anderen Laden mal blicken lassen, aber wahrscheinlicher ist das irgendwelche Konzernhacker hier nach illegalen Aktivisten suchen. Also vorsicht mit allzu einfachen Kontakten.

    Die subkulturelle Gesellschaft dieser Stadtteile hat Ihre eigenen Regeln und Gewohnheiten entwickelt die unter anderem den Tagesablauf in einem solchen Slum nachhaltig beeinflussen. Das Gedränge in den viel zu engen Gassen verbietet den Einsatz von Fahrzeugen selbst dann wenn man sich eines leisten könnte. Das Fahrrad oder Kickboards sind hier deutlich beliebter. Sogar die gute alte Fahrradrikscha oder selbst die klassische Rikscha ist hier noch zu finden. Es sind niemals die großen Businesses die durch diese LoTek-Unternehmen abgedeckt werden, fast immer ist es nur ein örtlich begrenztes Nischenangebot. Aber es gibt diesen Slums ein einschlägiges Flair und einen individuellen Touch. RiftRoamer und Straßenkämpfer setzten hier auf hochgezüchtete Motorräder, die sie mit meisterhafter Kontrolle durch das gedränge manöverieren.

    Das öffentliche Verkehrsnetz ist oft jahrhunderte alt und bedient sich oftmals einer Technik die schon ebensolange als obsolet gilt. Die gute alte Straßenbahn ist ein Beispiel dafür, Fahrzeuge mit Benzinmotoren ein anderes und auch die Maglev-U-Bahn macht einen grundsätzlich baufälligen und unzuverlässigen Eindruck. Zudem sind diese Verkehrsnetze mehrfach redundant und oft sind die LoTek Verkehrsnetze der sogenannten höheren Gesellschaft nicht einmal bekannt, selbst wenn der Eingang zur jeweiligen U-Bahnstation nur einen Hauseingang weiter in einer Seitenstraße liegt. Diese Verkehrsnetze werden übrigens größtenteils privat betrieben.

    Statt Einkaufsstraßen und Shopping Malls gibt es hier Straßenmärkte und Bazars, Lagerverkäufe und Straßenhändler. Und nicht selten entdeckt die höhere Gesellschaft diese Slums als Szeneviertel wieder und gibt damit dem jeweiligen Slum wieder eine Chance.

    #2405
    Fred_Krug
    Mitglied

    Welcher Text?

    Ich muss gerade an verschiedene Eindrücke von Filmen wie „Judge Dread“ und „Bladerunner“ denken …

    #2406
    imported_mirc
    Mitglied

    Hi Fred,

    danke für den Hinweis. Habe den Text oben editiert.

    Cya, mirc

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