Denkansatz

Dieses Thema enthält 4 Antworten und 0 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  imported_herb vor 2 Jahre, 7 Monate.

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    imported_herb
    Mitglied

    Moin,

    ich habe mal versucht, mich mit den Auswirkungen der Technik auf die Gesellschaft zu beschäftigen. Zunächst abr: Ich bin mit Technik bekannt, aber ich bin nicht versiert, weswegen ich hier auf technische Details erstmal keine Antwort geben kann. Vielleicht nur Anregungen.

    Mein erster Gedanke war, dass die Technik, wie sie es auch in der Vergangenheit und Gegenwart getan hat und tut, vor allem unseren Geist befreit. Durch den Einsatz von Technik schafft der Mensch sich zum einen unliebsame, gefährliche oder einfach nur höllisch anstrengende Arbeit vom Hals und zum anderen jede Menge Raum und Hilfsmittel, seine Gedanken und Fantasien zu manifestieren. Gleichzeitig sorgt Technik dafür, dass die Kommunikation und das Reisen leichter, besser und schneller wird. Aktuell geschieht das zum Beispiel durch Werksroboter, Computer im allgemeinen, das Internet im Speziellen, Mobiltelefone, ICE v3, Digitalkameras und vieles andere.

    Meine Vorstellung von der Gesellschaft des 31. Jahrhunderts liegt vor allem in den Bereichen der Kunst und Kultur, des Informationsaustauschs und der Kontrolle.

    Wir sehen es am Internet: Damit wurde ein Raum geschaffen, in dem sich unglaublich viele Menschen kreativ betätigen und ihre Werke präsentieren. Diese Kreativität wäre in dem Aumaß ohne das Internet nicht zutagegetreten. Es entwickelten sich neue Ideen und die alten wurden revisioniert oder archiviert. Der Handel, die Kommunikation und die Reichweite des Menschen. Im 31. Jarhundert dürften in dieser Hinsicht zumindest die multimillionenstarken Ballungszentren zu einem Dorf verschmelzen, selbst Randwelten wären davon nicht abgeschnitten – aber eine Pizza von Ben’s New Paris werden sie wohl nicht bekommen können.

    Mit dieser Vernetzung geht auch eine ungeheure Informationsflut einher, denn theoretisch ist nahezu jede (öffentliche)Information für jeden und jede nicht-öffentliche für geschickte Hacker zugänglich. Viele visuelle Informationen werden von ComBoards verarbeitet und für den Nutzer in angenehm gefilterten Happen aufbereitet präsentiert. Das heißt aber auch, dass eigentlich nur noch die Marines wissen, wie sie ohne Technik weiterkommen. 😉

    Und da jetzt gerade meine Tastatur spinnt, mache ich hier mal mit der Einleitung eine Pause.

    #2400

    imported_mirc
    Mitglied

    Moin Herb,

    ich denke Du bist sehr nahe an der wahrscheinlichsten Gesellschaftsform der Zukunft dran. Informationsgesellschaft ist ja ein recht abstrakter Begriff den ich in der Überschrift angenommen habe und ich hoffe den KErn damit wenigstens zu streifen. Auf der Homepage habe ich dazu vor Jahren Mal einen Artikel verfasst der die Aspekte ebenfalls beleuchte und den ich hier als weiteres Denkfutter mit zum Besten gebe. Natürlich wil ich damit nicht unterstellen das der Artikel unbekannt ist, aber er paßt hier gut rein…

    Die Gesellschaft des Jahres 3030 AD zeichnet ein fremdes und unheilvolles Bild von der menschlichen Existenz. Amok gelaufene biotechnologische Experimente, durch den Cyberspace marodierende AIs, die Neuentwicklung von Stadtstaaten inmitten der interstellaren Bündnisse und aus den unbekannten Weiten des Universums auftauchende und vermehrt feindliche Fremdrassen schaffen eine Aura der unterschwelligen Angst in der Bevölkerung, die sich in verzweifelter Resignation ob der Realität und in gewaltvollen offenen Aufständen der minderbemittelten Masse äußert.

    Polizeistaaten sind vorherrschend, ein Zeugnis politischer Unfähigkeit. Aberglaube herrscht über technologische Errungenschaften. Der Glaube an höhere Wesen, die Götter, gewinnt wieder an Einfluss. Die Mehrheit der Menschen verkriecht sich im Untergrund, ist Teil einer geistlichen oder politischen Bewegung, gehört einer militärischen Einheit an oder zieht mit rebellierenden Nomadenpacks umher, die das Land fernab der Zivilisation bewohnen.

    Unter dem Mantel der Einigkeit und politischen Korrektheit brodelt ein Feuer, dessen Nahrung die Erblast einer längst überwundenen Unterdrückung der gesamten Menschheit durch eine feindliche Fremdrasse, die Morlorn, ist und deren Narben sie noch heute im Antlitz ihrer Existenz trägt.

    Es ist ein Feuer der Furcht vor dem unbekannten Bösen unter den Sternen, der Erscheinung einer Prophezeiung, deren Inhalte in jeder bekannten Religion erwähnt werden, deren Ursprung selbst den seit Jahrtausenden etablierten nicht menschlichen Zivilisationen ein Rätsel ist und deren ultimative Aussage die Vernichtung allen zivilisierten Lebens ist.

    Es ist ein Feuer der Ruhelosigkeit, denn der Mensch ist nach dem Verlust seiner Wiege, der Erde, ein rastloses Volk geworden, ständig und unter allen Umständen jederzeit bereit sich seinen Platz im Universum zu schaffen, um eines Tages wieder zurückkehren zu können an den Ort, der ihn einst geschaffen hatte.

    Es ist ein Feuer der Verbissenheit, ob des Kampfes der noch immer tobt im Sol System, dessen dritter Planet von den Morlorn verbrannt, ausgebeutet und terraformiert wurde, dessen Atmosphären jetzt dem Menschen gegenüber so feindlich ist, wie sie es nur sein kann und dessen Eroberer ihn noch immer mit ihrer machtvollen Kriegsmaschinerie besetzen. Hartnäckig und seit vierhundert Jahren mit unverminderter Macht.

    Es ist ein Feuer der Hoffnung in den Herzen derer, die sich nicht von der überall umgreifenden Resignation leiten lassen, sondern auf eigene Initiative den Kampf gegen das Unheil dieser Tage aufgenommen haben und im Untergrund, auf der Schneide zwischen Legalität und Verbrechen oder in den höchsten Positionen politischer, wirtschaftlicher oder moralischer Macht Seite an Seite mit Gleichgesinnten versuchen ein besseres Leben zu leben.

    Es ist die hässliche Fratze einer Cyberpunk-Vision, die die Gesellschaft auf die Gesichter der Menschen zeichnet, deren Sprung zu den Sternen nicht die allgegenwärtige Präsenz eines „high tech, low life“-Lebensstandards und die Müllhalden der elitären Wohlstandsgesellschaft hatte abstreifen können.

    Es ist unsere Zukunft, die sich vor Schmerzen krümmend vor unseren Füßen ausbreitet und mit jedem zuckenden Atemzug darum bettelt durch Gerechtigkeit und Frieden von ihren Qualen erlöst zu werden. Ist dies unsere Zukunft?

    Es ist auch eine Zeit voller technischer Wunder, voller faszinierender Kulturen und voller Chancen. Doch scheint es, das niemand diese so richtig wahrzunehmen vermag.

    Und auf der Folgeseite setzte ich damals mutig fort:

    RiftRoamers ist thematisch näher mit Gibson und Stephenson verbunden als mit Rodenberrys Star Trek oder George Lukas‘ Star Wars. Meine Vision der Zukunft geht sehr in Richtung High Tech / Low Life. Angesichts der Vorgänge in der Realität erscheint es mir unmöglich an ein Star Trek Utopia zu glauben, wo jeder seinen Platz in der Gesellschaft und sein Auskommen hat.

    Um das Universum von RiftRoamers zu verstehen und das rechte Gefühl für den Alltag darin zu erhalten, mögen die folgenden Extrapolationen helfen:

      1. Die Kluft zwischen Armut und Reichtum wird größer.
      2. Die Anzahl der Menschen in Armut wächst.
      3. Konzerne bekommen immer mehr, Gewerkschaften weniger Macht.
      4. Das Geschäft ist gnadenlos, gerade im Lebensmittelgeschäft.
      5. Die Umweltverschmutzung läßt sich nicht mehr aufhalten.
      6. Terrorismus und Verbrechen wird immer extremer in den Maßnahmen.
      7. Der normale Mensch wird auf ehrlichem Wege niemals reich (Ausnahme: Lotterie).
      8. Arbeitnehmer arbeiten sich arm, das Einkommen reicht trotz mehrerer Jobs nicht.
      9. Soziale Altersversorgung und Renten werden auf unzureichende Bezüge gestutzt.
      10. Höhere Bildung wird immer teurer. Die Zahl der Arbeitslosen steigt.
      11. Auch arme Leute wollen High-Tech-Produkte, die Verbrechensbereitschaft steigt.
      12. Teile der Menschheit machen jede noch so schräge Entwicklung der Wissenschft mit.

    Die Zukunft unterscheidet sich nicht nur in der Art wie Menschen von einem Ort zum anderen gelangen, oder die Form der Waffen die sie tragen. Es werden sich nahezu alle Aspekte des Lebens verändern. Partnerschaft, Erziehung, Wohnen, Mode, Medizin, Sprache, Mimik, Gestik, selbst der Metabolismus wird sich anpassen an die veränderte Umwelt. Weiterhin wird sich das Arbeiten und die Fortbewegung ändern, die Kommunikationsmedien, die Wahrnehmung der Umwelt, Mutationen der Haut (zumeist in Form von Krebsgeschwüren und Hautschäden) oder solche aufgrund von geringer oder hoher Schwerkraft auf anderen Planeten. In diese Katergorie gehören auch genetische Veränderungen des Körpers zur Anpassung an fremde Biospähren.

    Ein Rollenspiel kann aus Gründen der Spielbarkeit nicht so weit gehen wie unsere Gesellschaft es vielleicht kann. Dieses Spiel würde niemand mehr nachvollziehen können oder wollen, wenn jede mögliche Veränderung der Gesellschaft in den Hauptplot aufgenommen würde.

    Der normale Mensch läßt sich wie folgt charakterisieren: Er träumt vom Reichtum und einem eigenen Fahrzeug, lebt in einer winzigen Wohnung in einem anonymen und riesigen Appartementhochhaus am Rande der City. Er arbeitet für zu wenig Geld in mehr als einem Job und leistet sich im Alltag nur das nötigste um am Wochenende ein kleines bischen erleben zu können. Er ernährt sich von größtenteils synthetischer Nahrung und trägt billige Kleidung. Für besondere Anlässe hält er hochwertigere Kleidung bereit. Er hat Abitur, konnte sich aber kein Studium leisten. Ein Konzern hat dieses für Ihn finanziert und daher arbeitet er noch die folgenden 20 Jahre in diesem Konzern. Der Konzern vermietet ihm die Wohnung und bietet ihm einmal pro Jahr ein Erholungswochenende im Konzerneigenen Erholungsheim.

    Auf der anderen Seite befinden sich diejenigen, die außerhalb des Konzerns und seines Einflußbereiches (Tochterfirmen, Zulieferer, Businesspartner, etc.) ihr Leben fristen. Sie sind ausgeschlossen von den Vorteilen des Konzernlebens, aber auch nicht von dessen Nachteilen betroffen, speziell die Kontrollen der meisten Aspekte des Privatlebens (gläserner Bürger).

    Ich möchte dazu ergänzen das die beschriebenen Extrapolationen auf deutliche Teile der Gesellschaft zutreffen werden, jedoch nicht für jeden Bürger gelten. Es stellt viel mehr die öffentliche Wahrnehmung eines betroffenen Ottonormalverbrauchers dar. Auch ist dies eher eine Gesellschaft wie sie auf stark bevölkerten und infrastrukturell gut erschlossenen Weltgen bestehen wird. Wir können also annehmen das Regierungswelten, Kernwelten und wahrscheinlich auch Provinzwelten eine genügende Infrastruktur aufweisen diese Gesellschaftsform zu unterstützen. Randwelten und Außenwelten hingegen sind Welten mit limitierten eigenen Kapazitäten. Dort ist zudem körperliche Arbeitskraft gängig und nicht teuer.

    #2401

    imported_herb
    Mitglied

    Jetzt, wo ich es sehe, ist der Text natürlich nicht unbekannt. Aber manchmal ist es ja auch gut, wenn man mal vollkommen unvoreingenommen herumspinnt. Zudem erkenne ich durchaus gewisse Unterschiede unserer Denkansätze – neben den Gemeinsamkeiten.

    Um es meine Gedanken, die ich mangels funkionierender Tastatur ja nicht beendet habe, einmal grob zusammenzufassen:

    • Die Technik macht das Leben grundsätzlich komplexer und unübeschaubarer für den Einzelnen, erleichtert ihm aber gleichzeitig, sich auf das wesentliche zu konzentrieren. Intelligente individuelle Informationsfilterung nenne ich es mal.
    • Die Menschen (und was es sonst noch in der USC gibt, natürlich) sind nicht nur abhängig von der Technik, sondern auch süchtig. Klar, je mehr Technik man in sich vereint, desto leistungsfähiger ist man, desto eher kann man den grünen Zweig erkennen, auf den die anderen schon gekommen sind.
    • Technik beflügelt den Geist. Der Fokus des menschlichen Lebens hat sich verschoben und kulturelle und künstlerische Aspekte haben einen anderen Stellenwert. Das äußert sich nicht zuletzt in der Ausprägung der eigenen Erscheinung.
    • Technik ermöglicht Kontrolle und Überwachung. Politische Gebilde wie die USC haben keine andere Wahl, als zur Aufrechterhaltung der Ordnung die Technik zu eben diesem Zweck einzusetzen. Ansonsten übernähmen „die Anderen“ die Macht, weil sie die Technik entsprechend nutzen. Der Bürger wird eingesperrt, um frei zu sein.
    #2402

    imported_mirc
    Mitglied

    Moin herb,

    Aber manchmal ist es ja auch gut, wenn man mal vollkommen unvoreingenommen herumspinnt.

    Du triffst die Nagel in die Kopf… Genau das hatte ich mir hier erhofft. Und schon deshalb finde ich Deine Denkansätze inspirierend.

    Vielleicht finden wir ja Wege die verschiedensten Kulturen und Subkulturen in RiftRoamers herzuleiten oder erst einmal zu beschreiben?

    #2403

    Fred_Krug
    Mitglied

    Hey.

    Ich habe endlich die Zeit gefunden, mir die Texte durchzulesen. Und ich stimme Euch beiden zu. Und das in jeder Hinsicht. Denn eine Extrapolation ist gar nicht so schwer.

    Schauen wir uns „unsere“ kleine Gesellschaft an und vergleichen wir diese mit anderen Gesellschaften in der Welt, so werden wir in technologisierten Gesellschaften stets dieses finden:

    – Handys, die alles können,
    – nahezu jede Haushalt ist selbst unter ärmlichen Bedingungen mit umfangreichen HiFi-, DVD-und TV- sowie Computer-/ Konsolenlösungen hinsichtlich der Unterhaltung ausgestattet,
    – zudem haben die meisten Haushalte alle denkbaren Helferlein wie umfangreiche Küchenausstattungen, Reinigungsgeräte, Telefonanlagen etc.,
    – interessant ist der Umstand, dass vor allem Subkulturen in unseren Gesellschaften Szenegemeinschaften bilden, in denen technische oder unterhaltsame Kernkomponenten die tragenden Elemente sind (LAN Parties, Web 2.0 Netzwerke, Sport, Amaetheurtheater und –musik, Rollenspieler, Tatoo-Szene etc. pp.),
    – beliebige Ergänzungen möglich.

    Dies finden wir in D-Land, USA-Land, Japan-Land sowie den entwickelteren Gebieten in Fern- wie Nahost, auf der Südhalbkugel. Gemein ist allen, dass die Technokratisierung der Gesellschaft zunimmt, die Lebensqualität dafür aber auf Kosten der Gesundheit und der Sportlichkeiten eher einbricht. „Jammern auf hohem Niveau.“

    Gute Beispiele für die „Komfortisierung“ der Körper und Fähigkeiten sind zum Beispiel:
    – Obst- und Gemüse schälen,
    – Abwaschen (Maß, Umfang, Strategie),
    – Karten Lesen, Lesen überhaupt,
    – Einschränkung der Sehfähigkeiten,
    – körperliche Reaktionsfähigkeiten,
    – körperliche Widerstandskräfte und Sportlichkeit,
    – uvm.

    Dies lässt sich ohne weiteres auf RiftRoamers übertragen. Und tatsächlich verstehe ich Deine Ausführungen, Herb, auch genau so. Die Eigenständigkeit und – von mir aus überspitzt formuliert – Überlebensfähigkeit der absolut großen Masse wird gegen zahlreiche Komforts der unterschiedlichsten Technologien eingetauscht.

    Wenn ich nur versuche, dies auf RR zu extrapolieren, kann man das natürlich in Extreme ausdehnen; vgl. etwa den Trickfilm Wall-E.

    Diese Vision wirft aber auch neben aller Plausibilität teilweise erhebliche Probleme auf.

    Zum Beispiel technische Vollversorgung und dystopische Elemente … Eine tendenziell düstere und vielleicht auch endzeitliche Gesellschaftsatmosphäre mit einem Hohen Niveau an Armut wird wahrscheinlich bedeuten, dass zwar gewisse Standards breit gefächert sind; aber auch diese wollen „verdient“ werden bzw. erweitert werden. Kriminalität, Versorgungsprobleme, technisch minderwertige Waren werden das Komfortniveau gewiss negativ beeinflussen.

    Für die Supergesellschaften mit mehreren Hundert Millionen oder sogar Milliarden Einwohnern in Megaplexen (z.B. New Sydney) stellen sich auch die Fragen nach Ressourcen, Produktionsmöglichkeiten und wieder logistisch und marketing-technisch nach Versorgungsmöglichkeiten.

    Nicht zu vergessen werden auch nicht wenige Menschen tatsächlich dem körperlichen Trieb der Bewegung ausgesetzt sein; und wie wirken sich solche Triebe auf den Wunsch, „tätig zu werden“ aus?

    Wo, oder wer, oder was baut die Ressourcen ab und verarbeitet diese zu den verschiedenen Endprodukten? Wird alles auf extreme Hochspezialisierungen hinauslaufen? Oder werden wir wie im heutigen Alltag neben den Spezialisten auch breitgefächert zahlreiche zusätzliche „schwächer“ qualifizierte Menschen haben, die den Job vielleicht auch deshalb tun, weil es „was zu tun“ gibt?

    Sehr schwierige Fragen – schwierig im Sinne von komplex …

    Grüße
    Fred

    #2404

    imported_mirc
    Mitglied

    Im Moment herrscht „in einigen Expertenkreisen“ die Meinung, dass sich unsere Gesellschaft bis etwa 2050 so gravierend verändern wird, das annähernd die Hälfte der heutige Jobs nicht mehr existieren.
    Das wirft Fragen zu den Perspektiven der Menschheit auf.
    Wie Ihr wisst möchte ich RiftRoamers von der Dystopie in Richtung einer Perspektive für die Zukunft umsteuern. Früher wollte ich ein dystopisches Spielfeld, um darin viel Abenteuerpotenzial unter zu bringen. Heute möchte ich als Grundtenor jedoch den Kampf für eine erstrebenswerte Zukunft visualisieren.
    Dieser Artikel zeigt einiges an Umbrüchen auf die uns erwarten (könnten):
    http://m.n24.de/n24/Wissen/Technik/d/8069080/in-29-jahren-aendert-sich-alles-fuer-die-menschheit.html
    Wie erreichen wir, dass die künstlichen Intelligenzen – die wiederum weitere Generationen künstlicher Intelligenzen schaffen – mit uns koexistieren wollen?
    Wird diese Form der KI für die wirtschaftliche Wertschöpfung erschaffen oder wird es eine Art Philosophische KI? Beides sollte man bedenken, oder?
    In wiefern hat eine KI die eine Bananenplantage managt, das Bedürfnis ein Produkt zu produzieren das ihr keinen Nutzen bringt? Welche Bedürfnisse haben KIs? Wie kann die Existenz einer KI und die Existenz eines Menschen zum gegenseitigen Nutzen bestehen?
    Dazu vielleicht interessant: Teal-Unternehmen
    http://karriereblog.svenja-hofert.de/2015/05/der-gesellschaft-dienen-nicht-dem-wachstum-wie-unternehmen-in-zukunft-aussehen-werden-rezension/
    Wieviel ist einer KI etwas Wert, das wir Menschen ihr bieten könnten? Unter den Aspekten die der Artikel berührt stellt sich auch die Frage wie diese Spezies an KIs sich gegenüber der Menschheit aufstellt. Würde eine KI gesteuerte Wirtschaft einen Nutzen darin sehen Milliarden Menschen oder auch nur ihre Besitzer zu unterstützen?
    Es scheint als ob uns die ständige Veränderung von Allem erwarted. Wie gehen wir damit um? Wir Menschen streben oft nach Bequemlichkeit und Vertrautem. Gerät dies durch die ständige Veränderung in Gefahr?
    In wiefern kann sich die Gesellschaft dahin entwickeln, nicht nur Kopfentscheidungen sondern auch Bauchentscheidugen als Begründung für die eigene Weltanschauung und Wertebetrachtung heranzuziehen. Sollte die Gesellschaft erst eine Kompetenz dafür entwickeln, das „ungute“ Bauchgefühl mit in die Weichestellung für das Morgen mit einzubeziehen?
    Lasst uns das Mal diskutieren. Ich habe absichtlich diesen Thread gewählt, weil er dieses bereits thematisiert.
    Sent via Confederated Mail from my ComDeck

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