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  • #2276
    Fred_Krug
    Mitglied

    Hi.

    Ich nehme mal Anlauf und springe auf den Zug komplexer Geschichten auf. Wie Ihr wisst, habe ich vor einiger Zeit „meine RR Erstlingswerke“ hier bereits online gestellt. Sie alle sind Ideensplitter für ein großes Ganzes.

    WIP – Diskutieren = sinnfrei, aber dennoch erwünscht, da ich gerne auf Anregungen eingehe.

    Später mehr …

    Fred

    #2428
    Fred_Krug
    Mitglied

    Hi all,

    Als ich von mirc das in kleinen Schritten auf das RiftRoamer Universum eingeführt worden bin, habe ich nach und nach erfasst, wie „geil“ dieses System ist – dystopisches Hard-SciFi. So ist mein Eindruck davon. Milliarden von Menschen bewohnen einen gewaltigen Sektor in dem Sonnensystem, das eines von unglaublich vielen ist. Dieser riesige Sektor wird plötzlich so winzig klein. Und doch zeigt er in seiner Ausprägung zahlreiche Grenzen und Hürden, die nahezu unüberwindlich sind.

    Nur mit FTL Technologien ist es möglich, in kurzen Zeiträumen große Distanzen zu überbrücken. Aber dies hat nicht den Charme aus Star Dreck oder Stars Wars oder anderen (populäreren oder weniger populären) SciFi Hintergründen, in denen diese Zeit- und physischen Räume auf unspektakuläre Werte reduziert werden und dadurch an bedeutung irre verlieren.

    Reisen in RR ist eine Herausforderung – so wie es bei der Erschließung des Westens in Nordamerika, bei der Kolonialisierung der Welt, bei der Erforschung der (Ant-)Arktis der Fall war. Damals gab es keine höheren und fortschrittlichen Technologien, die das Unbekannte aus dem Weltall abfotografiert haben und uns als Kartenmaterial zur Verfügung stellen konnten. Es bedurfte der langfristigen Planungen einflussreicher Ränkeschmiede sowie der bisweilen halsbrecherischen Abenteuerlust von Wagemutigen.

    Im RR Universum ist das genauso und doch anders. Pausenlos sind zig-Millionen von Menschen im bekannten Universum unterwegs. Viele ihrer Reisen sind „kurz“; aber nicht wenige dauern – und sie dauern lang. Besonders abenteuerlich ist, dass niemand im Grunde weiß, was ihn am Ziel erwartet – denn die Prospkete sind in jedem Fall veraltet.

    Huh? How is that???
    Die Übermittlung von bekannten Informationen ist auf die maximale Reisegeschwindigkeit von Raumschiffen begrenzt. Bekannte und im RR Universum entwickelte Kommunikationssysteme überwinden die Lichtjahre an Abständen zwischen den Systemen ohne technische Hilfe nicht. Und diese technische Hilfe ist letztlich „nur“ das Back-Up und Synchronisieren von immer wieder veralteten Daten mit neuen Daten, wenn ein Raumschiff irgendwo ankommt.

    Die Unmengen an Daten, die auf diese Weise synchronisiert werden, sind größtenteils banal und trivial; aber unter ihnen sind auch wichtige Daten – etwa bedeutsam für (lokale) Regierungen, in militärischer und polizeilicher Hinsicht, Handelsdaten über nahezu unendlich unterschiedliche Handelsprodukte von einfachen Ressourcen bis High-End Produkten.

    Jedenfalls macht das Reisen mit der Kenntnis zuletzt gültiger Daten und der Unkenntnis, was sich zwischenzeitlich ereignet haben mag, eine gewisse Spannung aus, die jeden Reisenden in welcher „Mission“ auch immer betrifft.

    Hier setzen die Überlegungen an, die „mein“ großes Projekt betreffen:

    Was passiert, wenn das am Unerwartete, und zwar das am noch dazu wenigsten Unerwartete eintritt?
    Und wer oder was kann dies „beeinflussen“?
    Bzw. seine Vorteile daraus ziehen?
    Und das vielleicht mit welchem wieterführenden Ziel?

    Meine Story wird sich nicht schwerpunktmäßig mit den lokalen Regierungssystemen einzelner Systeme oder Sektoren beschäftigen. Sie werden zwar auch eine Rolle spielen, die aber eher für die Motivationen der beteiligten Figuren relevant sind.

    Hauptsächlich soll „meine“ Story im Cyberspace sowie auf Raumschiffen und Raumstationen stattfinden. Dabei wird die Story in erster Linie ein Abfallrpodukt der Entwicklungen für das RR Rollenspiel sein.
    Dabei ist nicht auszuschließen, dass im Rahmen dichterischer Freiheit in der Story Dinge geschehen, die durch das Regelwerk für das RR Rollenspiel nicht vorgesehen sind. Auch werde ich vermutlich an ein paar Punkten Dinge bewusst übertreiben oder überspitzen oder „anders“ darstellen, als es für die Kongruenz im RR Universum vorgesehen ist.

    Daher möchte ich an dieser Stelle gerne die Erlaubnis einholen, dass ich einen Roman für das RR Universum erschaffe, dass mit der RR Idee arbeitet, sich aber im Detail ausbedingt, aus Gründen der Spannung oder der Szenerie auch von den offiziellen sowie offizielleren RR Inhalten abzuweichen. Ist das OK?

    Das Hirnstürmen (Brainstorming) ist noch nicht abgeschlossen. Keine Bange – ich verrate später mehr …

    Fred

    #2429
    imported_mirc
    Mitglied

    Also… (ich überlege immer noch wie ich das Wort mit Rheinländischer oder Köllscher Stimmlage schreibe)
    Abweichung vom RiftRoamers Universum? Erlaubnis? LOL
    Vagissis-alderr…

    Nein, jetzt Mal im Ernst.

    RiftRoamers ist in erster Linie ein Rollenspiel Hintergrund. Das bedeutet zunächst einmal das der Spielleiter eines Szenarios oder einer Kampagne die Entscheidungsgewalt darüber hat was er in seiner Interpretation des Spiels zulässt und was nicht.

    Das Referenz-Material das sozusagen das offizielle Spieluniversum bildet wird im Rahmen der Hauskampagne abgehandelt. Auf dieser basiert das Spielgeschehen des Regelwerkes. Alle Technologien, alle gesellschaftpolitischen Infos und natürlich auch der Synchronitätsstand der Informationen im RR-Universum.

    Wenn Du von der offiziellen Geschichte abweichst gibt es da mehrere Möglichkeiten.

    Die Einfachste ist vermutlich die Hinweis-Methode. Du verfasst an geeigneter Stelle einen Hinweis das Deine Story nicht Teil der offiziellen Story ist. In diesem Fall mag ich griffige Kampagnennamen gerne. Da sind wir gleich in einem Dielmma, da wir ja gemeinsam RiftRoamers – Dystopia als Hauptthema etabliert haben. Dich nun zu „zwingen“ nicht Dystopia zu nehmen ist also etwas prekär.

    Die elegantere Methode ist zugleich die Schwierigste. Man schreibt die Geschichte so das die Abweichungen nur in der Perspektive eines bestimmten Charakters oder einer bestimmten Organisation genannt werden, und lässt die tatsächliche Darstellung der Dinge im Raum stehen. Im Text konstruiert der Charakter sozusagen für sich eine Theorie auf die er sein Handeln basiert ohne dabei die Aussage zu treffen das seine Theorien universell korrekt sind. Zum Ende der Geschichte wird dieser Teil des Geheimnisses entweder gelüftet/ korrigiert oder einen Cliffhanger produziert.

    Vielleicht fallen die Unterschiede aber auch gar nicht auf?

    #2430
    Fred_Krug
    Mitglied

    Servus.

    Dystopia ist ja zum Glück nicht gleich Dystopia.

    Was ich mit meinen ersten Hirnstürmen so ein bisschen andeute, das ist so eine gewisse „Wilde-Westen“ Mentalität, in der Menschen, die einfach ihre biologischen, biochemischen und physischen Grenzen immer weiter überschreiten, auch pausenlos auf Neuland und ungeahnte, wenngleich auch absehbare Probleme stoßen. Die Dystopie haut hier mächtig gewaltig rein, was -denke ich – eine gute Mischung ausmacht.

    Wenn ich von „RR abweichen“ schreibe, dann meine ich zum einen das Aufdrücken eines gewissen Stempels auf noch icht ausgearbeitete Bereiche im Universum. Bei der Zahl an Sonnensystemen, Planetensystemen und Grenzwelten ist die Chance ganz groß, etwas nicht ausgearbeitetes zu finden.
    Zum anderen meine ich aber vor allem das ausreizen und vielleicht auch überreizen technologischer Entwicklungen. Die unterschiedlichen Technologiestufen, die grundsätzlich utopischen und sci-fi-tologischen Technologien ferner möglicher Zukunft bieten auch hier einen enormen Nährboden.

    Schau Dir nur an, was an Ideen und Idee’konflikten‘ (sehr überspitzt jetzt das Wort ‚Konflikt) in den diversen Tech-Themen entstanden sind. Und das wird sein Ende bestimmt nicht finden. Zum Glück weiß ich um Dein Wissen und die viele Weisheit, die Du mir voraus hast. Insofern werde ich wenigstens das meiste adaptieren, was wir gemeinsam überlegen. Es kann nur eben geschehen, dass ich einige Komponenten der Spannung halber trotzdem beibehalte – mir gefällt zum Beispiel das mit dem Rift-Peak und der (knappen) Berechenbarkeit, wann ein Schiff aus der Riftfortbewegung kommt, ziemlich gut. Das könnte die Schwäche vom Riftantrieb gegenüber dem Hyperraumantrieb sein … *räusper*

    Wir werden sehen. Bisher toben die vielen einzelnen Elemente hin und her. Da ist vieles zu sortieren, da brauche ich noch Konzepte. Und dafür ist dieser Thread. Wenn es dann an die Geschichte als solche geht, werde ich ein zweites Thema eröffnen. 😀

    Die elegantere Methode ist zugleich die Schwierigste. Man schreibt die Geschichte so das die Abweichungen nur in der Perspektive eines bestimmten Charakters oder einer bestimmten Organisation genannt werden, und lässt die tatsächliche Darstellung der Dinge im Raum stehen. Im Text konstruiert der Charakter sozusagen für sich eine Theorie auf die er sein Handeln basiert ohne dabei die Aussage zu treffen das seine Theorien universell korrekt sind. Zum Ende der Geschichte wird dieser Teil des Geheimnisses entweder gelüftet/ korrigiert oder einen Cliffhanger produziert.

    Das wird en masse passieren. Keine Bange … 😀

    Viele Grüße
    Fred

    #2431
    imported_mirc
    Mitglied

    Hi Fred

    damit das es viele „undefinierte“ Bereiche in RiftRoamers gibt, hast Du absolut recht. Und darin steckt zum größten Teil Absicht. Das RiftRoamers Regelwerk und die Background Story ist unbedingt auslegbar gestaltet. Ein GM ist seines eigenen Universums Herr.

    Ich wünsche mir von jedem GM seine Version bestimmter Bereiche des RR-Universums zu erstellen UND (ganz besonders) diese der RiftRoamers Community zur Verfügung zu stellen (quasi ein eingeschränktes Nutzungsrecht innerhalb des RiftRoamers Kontextes). Im Idealfall gibt es also ein vollständiges RiftRoamers Quellenbuch von Dir als Autor ohne Linzenzrechtliches gerangel.

    Das ich mir das Gleiche von den zahlreichen RiftRoamers Roman Autoren erhoffe ist klar. In meiner Vorstellung sollte es jedem RiftRoamers Community Mitglied erlaubt sein ohne Royality Zahlungen eigene Abenteuer oder ähnliches aufbauend auf einer RiftRoamers Geschichte zu schaffen.

    So kann in einem kaskadierenden System aufeinander aufbauender Detailinformationen eine große Detailtiefe erreicht werden. Diese Schachtelung erlaubt es uns später auch diese Informationen in einer Online Datenbank on the fly zu generieren um z.B. bei völlig undefinierten Planeten anhand von Tags (Marken) – ähnlich wie z.B. bei googlemail oder in einem WordPress-Blog – Zusammenhänge her zu stellen und Beschreibungen zusammen zu stellen.

    Grundsätzlich denke ich ein Rollenspiel lebt von diesen ausstaffierten zuvor undefinierten Bereichen.

    Bezüglich des ausreizens oder überreizens von Technologie bin ich ebenfalls mit positiver Grundeinstellung unterwegs. Gerade in kleinen Projekten geschieht dieses in der USC allenortes. Hinweise darauf bieten z.B die folgenden InGame News-Artikel und Story-Schnipsel.

    Mars Universität startet neuen Versuch

    Neue Grenzen überwinden und fremde Raumregionen erschließen.

    Die Tore ermöglichen es dem GM Insellösungen zu schaffen indem er einfach ein Tor in eine undokumentierte (abgelegene?) Raumregion erfindet.
    Cetadeani entdecken das Große Tor von Capella

    Die gleichen wesentlichen Möglichkeiten bieten Dir Schläferkolonien. Diese verlorenen Kolonien können sich unabhängig von der USC entwickeln und so auch eine andere weitaus fortschrittlichere oder weniger fortschrifttliche Technologie als in der USC entwickelt oder erhalten haben.

    Ferner gibt es millitärische, konzerneigene, institutionelle oder geheimdienstliche Operationen und Installationen, die z.B. Alien-Reliktstätten ausschlachten um dort technologische Errungenschaften heraus zu ziehen.

    Die möglichkeiten sind vielfältig, der Raum ist nach letzten schätzungen immer noch…
    …groß.

    Cu mirc

    #2432
    Fred_Krug
    Mitglied

    Hey mirc.

    Das klingt nach ganz großer Sandbox mit viel Wiedererkennungsvariablen, die nicht zwingend übereinstimmend sind – ein Sandkasten hat Sand, viiiiel Sand, aber kein Korn gleicht dem anderen, und doch ist der Sandkasten stets unverwechselbar … 🙂

    Das klingt gut. Am Wochenende / next week mehr.

    Grüße
    Fred

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