Very Large Cargo Vehicle (StarTruck)

VLCV

Very Large Cargo Vehicle, auch StarTruck. Diese übergroßen Bodenfahrzeuge benötigen in der Regel zwei Fahrspuren und eine Durchfahrtshöhe von ungefähr 30 m. Die Fahrzeuge haben zumeist nur 1-Mann-Crews, die Fahrer arbeiten oft als Owner Operator, nur etwa 30% arbeiten für interstellare Transportunternehmen als Fahrer. Der Begriff VLCV oder StarTruck ist ein Sammelbegriff und schließt Radfahrzeuge, Gravfahrzeuge wie auch Kettenfahrzeuge mit ein.

Je nach vorhandener Infrastruktur (inbesondere das Vorhandensein schienengebundener Transportmittel), Technologie und Ladevolumen bzw. Lademasse besitzen die Fahrzeuge unterschiedliche Vor und Nachteile. Ihre Rolle im Transportwesen entspricht im weitesten Sinne dem von sogenannten Feederschiffe des 20. Jahrhunderts. Die Fahrzeuge sammeln Ladung von den Siedlungen einer Welt ein und verbringen diese zum nächstgelegenen geeigneten Raumhafen oder Orbitalzug-Terminal und sie versorgen diese Siedlungen mit Gütern von dort.

Einige VLCV in einem Industriegebiet von New Sydney

Die meisten VLCVs können mittels RoRo-Raumschiffen oder bodengebundenen Hyperraumtoren von Planet zu Planet gefahren werden und kombinieren auf entsprechenden Routen den Feederverkehr mit dem interstellaren Verkehr.

Es existiert eine umfassende Infrastruktur in der USC und der Antares Clans Union die diese Fahrzeuge unterstützt.

Die Grav-Variante des StarTruck wird zudem oft als AeroTruck bezeichnet. Grundsätzlich haben aber beide die gleichen Abmessungen. GravTrucks verwenden oft ebenfalls die gleichen Verkehrswege wie ihre radgebundenen Konterparts. Lediglich kettengebundenen VLCVs – Oft als Crawler bezeichnet – bedienen Welten ohne ausgebaute Verkehrsnetze.

Grav-Trucks sind nicht nur auf den USC-Kernwelten häufig zu sehen, sondern haben sichb n der gesamten USC etabliert. Das Konzept wurde sogar in der Antares Clans Union und bei den Cas’Tari übernomen um im Warenhandel profitabler agieren zu können. Auflieger und Kontrolleinheiten sind dabei austauschbar. Es gibt weitaus mehr Auflieger als Kontrolleinheiten.

Die Kontrolleinheiten der AeroTrucks – man bezeichnet die separate Kontrolleinheit auch als Rig – sind fest mit dem jeweiligen Auflieger verbunden und produzieren mit ihren Reaktoren die Energie für die eigenen Gravlifter, wie auch für die des Aufliegers. Es gibt auch AeroTrucks mit fest integriertem Frachtbereich, wie die ersten beiden weiter unten gezeigten Fahrzeuge. Die zwar weniger flexibel, aber dafür etwas kompakter sind.

Üblicherweise bewegen sich die Fahrzeuge in einem Lichtraumprofil mit gut 20m Breite und gut 30m Höhe. Auf diese Abmessungen sind alle Fernstraßen in der USC ausgelegt. Die länge der Fahrzeuge ist dabei meist von sekundärer Bedeutung, denn beim Durchfahren enger Kurven heben diese Lastwagen einfach von der Oberfläche ab und biegen über alle Hindernisse hinweg in die gewünschte Straße ein. In Tunnelverläufen oder in überbrückten Stadtbereichen sind die Fernstraßen so gebaut, dass die Fahrzeuge auch im Bodenbetrieb genügend Platz zum Manöverieren vorfinden. Die praktikable Höchstlänge liegt bei etwa 200m für ein starres Fahrzeug und bei etwa 150m Segmentlänge bei artikulierten Fahrzeugen (über 600m RoadTrains aus bis zu fünf Segmenten sind in einigen Systemen nicht unüblich). Dort wo es gut ausgebaute (orbitale) Gravzug-Netzwerke gibt, verlagert sich ein Teil des Transportvolumens auf die Schiene.

Wenn die Zeit drängend ist können diese Lastwagen zu Lasten der Kosteneffizienz vollständig im planetaren Luftraum operieren. Es besteht sogar die Option, eine Planetenumlaufbahn zu erreichen (wo die Antriebsleistung jedoch rapide abnimmt).Gravlifter in RiftRoamers nutzen einen physikalischen Bodeneffekt aus, der den Energieverbrauch bei bodennahem Betrieb erheblich senkt. Je weiter sich der Antrieb von einem Gravitationfeld entfernt, desto geringer ist seine Wirkung.

Normalerweise schweben diese Fahrzeuge in einer sehr geringen Höhe (weniger als 2 m) über Autobahnen, was den Energieverbrauch um etwa 80% reduziert. Auf Straßen mit Energieinduktionsschleifen ist der Stromverbrauch an Bord sogar vernachlässigbar, statt dessen werden die Energiespeicher aufgeladen. Um von dieser Form der öffentlichen Energieversorgung zu profitieren, ist es allerdings notwendig, ein Gravfahrzeug als Teil des Bodenverkehrs zu operieren (weniger als 1m Höhe/Bodenfreiheit, die Gebühren des Induktionsbetriebs sind in der Kfz-Steuer enthalten), was auch den Hauptgrund für den hohen Anteil solcher Fahrzeuge am Bodenverkehr dardtellt.

Fusionsreaktoren sind durchaus üblich, aber da diese nur zu Wartungszwecken heruntergefahren werden und an sonsten permanent Energie erzeugen, sind sie oft schwächer und kleiner dimensioniert als der maximale Energiebedarf eines Fahrzeugs, um die Verlustenergie möglichst gering zu halten. Im Bereich von Straßen mit Induktionsschleifen, speisen sie Überschußenergie ins öffentliche Netz ein. Parkplätze sind oftventsprechend ausgestattet. Die Reaktoren laden ihrerseits entsprechend ausgelegte Energiespeicher auf, die die benötigte Gesantleistung des Fahrzeug bereitstellen können, aber sich im Dauerbetrieb entladen. Je besser die Infrastruktur für den Betrieb solcher Fahrzeuge ausgebaut ist, desto kleiner sind die Bordreaktoren und Energiespeicher dimensioniert, was entweder zu kleineren Fahrzeugen oder größeren Ladevolumen führt. . In den Randwelten ist ein völliger Autarkbetrieb oft erforderlich, weshalb dort entsprechend größer dimenionierte Reaktoren und Energiespeicher genutzt werden.

Gravitationsfahrzeuge werden allgemein als Aeros bezeichnet. Ein Aero kann so klein wie ein moderner europäischer Smart oder so groß wie diese AeroTrucks sein, deren Ausmaße mit modernen Feeder- oder Küstenfrachtschiffen auf der Ostsee vergleichbar sind.

Galerie mit „alten“ AeroTruck-Konzeptrenderings

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