Outsider

Schweißgebadet erwachte McGee aus dem Rausch. Der kalte Geruch der gestrigen Party lag schwer im Raum. Der einzige Lichtstrahl, der den Raum erhellte fiel durch den Abluftschacht der Klimaanlage. Langsam rotierten die Luftschaufeln hinter dem Abdeckgitter und warfen surrealistische Schatten auf den Betonboden. Durch die kalten Rauchschwaden hindurch war der Raum in gedämpftes, zuckendes Lich getaucht.

McGee stöhnte gequält. Der Kopf dröhnte und es roch nach Schweiß und Erbrochenem, der süßliche Geruch von Alkohol lag schwer auf seiner Lunge. Er hatte keine Ahnung, was er gestern wieder für ein Zeug eingeworfen hatte, aber die Nachwirkung war beachtlich.

Johnny McGee war sich nicht sicher, wie lange er schon den Wartungsraum der Klimaanlage bewohnte, er wußte nicht, warum er nicht schon längst abgehauen war und vor allen konnte er sich nicht mehr erinnern, was die letzte Nacht hier gelaufen war.

Nebenan konnte er das Zischen der Chemietoilette hören, die Verbindungstür knirschte in den Angeln, als das Mädchen in den Raum trat und ihrer Sachen zusammen suchte. Dann ging sie ohne sich umzudrehen. Die Matratze, die unter dem Lüftungsgitter lag war feucht und roch irgendwie ranzig und nach Blut. Johnny tastete den Stoff ab, er fühlte sich irgendwie matschig an. Dann stieß seine Hand gegen den Körper. Die Haut war kalt. Johnny realisierte gar nicht, das neben ihm eine Leiche lag, es wurde wieder Nacht um ihn.

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